Am heutigen Sonntag strahlt die Sonne. Eine herrliche Einladung zum Sport machen. Ich nutze die Gelegenheit, um endlich wieder eine längere Einheit Cardiotraining zu machen. Leider ist mir aufgrund einer schmerzhaften Knieverletzung in den letzten Monaten nicht möglich gewesen. Eine harte und lange Zeit der Regeneration liegt hinter mir. Ich denke, jetzt ist die Zeit für mich gekommen, um wieder das Herz- Kreislaufsystem auf Vordermann zu bringen. Da ich es vorsichtig angehen möchte, entscheide ich mich fürs Joggen. Eine kleine Runde durch die Gemeinde. Tür auf und los geht’s. Ich frage mich natürlich, wie mein Blutzucker aufs Joggen reagiert. Schließlich weiß mein Körper nicht mehr was Ausdauer ist 🙂

60 Minuten vor dem Lauf senke ich meine Basalrate auf 80% ab. Starte mit einem Wert von 193. Hoffentlich geht das gut, nicht das ich noch in die diabetische Ketoazidose rutsche. Das muss ich wirklich nicht haben. Aber dank des Freestyle Libre kann ich während des Laufens meinen Blutzuckerverlauf kontrollieren. Sollte daher mein Blutzucker ansteigen, kann ich schnell reagieren und eine kleine Dosis Insulin abrufen.

Ich nehme mir vor ca. 30-45 min zu Laufen. Bei langsamen Tempo sind es 5 Kilometer. Ein gutes Tempo, um in der Fettverbrennungszone zu laufen. Nach 35 Minuten habe ich die 5 Kilometer geschafft. Mein Blutzucker liegt bei 90. Ein sehr guter Wert, der jedoch noch weiter fällt. Keine 15 Minuten später muss ich Traubenzucker und Banane futtern. Es ist sehr erstaunlich, wie mein Blutzucker auf das „bisschen“ Joggen reagiert. Der Abfall ist gestoppt. danach sind die Werte wieder im normalen Bereich.

Nun heißt es wieder für die nächsten Läufe die optimale Einstellung hinzubekommen, damit der Blutzucker konstant bleibt. Daher kann ich nur jeden Diabetiker empfehlen, sich ständig mit seinem Diabetes auseinander zu setzen und die Einstellungen entsprechend anzupassen.